Ausflug in die Nothklamm
Zum Abschluss unseres Kurzurlaubs im Gesäuse wollten wir am letzten Tag einen einfachen Ausflug machen. Glücklicherweise war mir ein Folder von der Nothklamm in die Hände gefallen, die nicht unweit von unserer Unterkunft in Admont liegt. Schnell wurden wir uns einig, dass die Klamm das ideale Ausflugsziel für uns war.
Die Klamm liegt in der Gemeinde Gams im Natur- & Geopark Steirische Eisenwurzen, der in der Nähe des Nationalparks Gesäuse liegt. Durch die gute Beschilderung ist die Klamm einfach zu finden und das Auto konnten wir am Parkplatz gratis abstellen. Mit unserer Niederösterreich-Card hatten wir freien Eintritt in die Klamm.
Beim Eingang wurden wir gefragt, ob wir auch die Führung durch die KrausHöhle mitmachen wollen. Grundsätzlich wären wir zwar interessiert gewesen, aber nach unserer anstrengenden Wanderung am Vortag wollten wir nur gemütlich durch die Klamm spazieren.
TIPP: Zur KrausHöhle geht man etwa eine Stunde durch die Klamm. Es ist empfehlenswert, hier vorher zu reservieren.


Wir haben uns Richtung Klamm aufgemacht. Der Weg beginnt bei einem Spielplatz und führt beim kleinen Parkbad vorbei. Ein Stück weiter verläuft der Weg entlang des Gamsbachs, der sich durch die Klamm schlängelt.
Die Schlucht ist nur etwa 900m lang und beim Hineingehen merkt man gleich, dass es etwas kühler wird. So ist die Klamm ideal zur Abkühlung im Sommer. Wir waren Anfang Herbst dort und auch zu dieser Jahreszeit ist die Klamm jedenfalls einen Besuch wert.
Interessant: Vor Beginn der Stege befindet sich etwas versteckt eine Tafel zum Andenken an Kronprinz Rudolph. An so einem Ort hatte ich am wenigsten mit einer Gedenktafel gerechnet.
Wir sind dann auf den Stegen durch die Klamm gewandert, während unter uns der Bach durch die Schlucht plätscherte. Auch von oben tröpfelte immer wieder Wasser auf uns herunter. Die Stege selbst sind insgesamt 700m lang und leicht begehbar.
TIPP: Da die Stege rutschig sind, wurde mittig ein Gitter montiert, auf dem man gehen kann. Hier hat man einen sicheren Tritt.



Durch das Gefälle rauscht der Bach oft ziemlich wild durch die Klamm. Dabei kann man sich gut vorstellen, wie das Wasser über die Zeit die Klamm geformt und geschaffen hat.
TIPP: In der Klamm gibt es den sogenannten GeoPfad. Es finden sich immer wieder Hinweisschilder mit spannenden Informationen, wie zum Beispiel zur Entstehung der Klamm oder geologischer Eigenheiten.
An diesem Tag war so gut wie niemand in der Klamm und wir hatten sie fast für uns allein. So konnten wir auch einfach einmal stehen bleiben und das Wasser beobachten. So wild das Wasser stellenweise auch fließt, so groß ist doch die Ruhe, die davon ausgeht.
Fast am Ende der Klamm kommt man zu einer Steinkugelmühle, in der Steine durch Wasserkraft zu Kugeln geschliffen werden. Früher wurden diese sogar als Kanonenkugeln verwendet.
An dieser Stelle fließt das Wasser ganz ruhig und es gibt eine Stelle, an der man leicht ins Wasser gehen kann. Wir ziehen also unsere Schuhe aus und waten durch das sehr kühle Nass.


Man kann nun den Weg über die Stege wieder zurück gehen oder man nimmt einfach den Weg oberhalb der Klamm zurück. Wir haben uns für Letzteres entschieden.
Hier durchschreitet man kleine Durchgänge, erfährt, warum das Gestein hier teilweise den Anschein hat zu bluten und kommt zu einer kleinen Andacht unter bizarr wirkenden Felsstrukturen. Toll ist auch der Blick aus der Höhe auf den Bach und die Steiganlage.



Der Weg führt schließlich wieder zurück zum Parkplatz. Insgesamt haben wir ca. 2 gemütliche und schöne Stunden in der Klamm verbracht.