Ausflug zum Verkehrsmuseum Remise in Wien
Kürzlich habe ich mit Bubi und Oma einen Ausflug ins Verkehrsmuseum der Wiener Linien gemacht. Das Museum steht schon lange auf meiner Liste, denn Bubi ist ganz begeistert von Zügen, Bussen und der U-Bahn. Das perfektes Ziel also.
Wie bin ich überhaupt auf das Verkehrsmuseum gekommen? Wir haben ja die Niederösterreich Card und das Verkehrsmuseum ist ein Ausflugsziel, zu dem man mit der Card einmal im Jahr freien Eintritt hat.
Passend dazu sind wir öffentlich mit Zug und U-Bahn angereist. Das war schon ziemlich aufregend für meinen knapp Vierjährigen.

Das Museum befindet sich im dritten Bezirk und ist mit den Öffis wirklich gut zu erreichen. Man betritt das Museum über den Shop und ein sehr freundlicher Mitarbeiter hat meine Niederösterreich Card gescannt.
TIPP: Ich habe mir die NÖ-Card App heruntergeladen, die ist richtig toll. So hat man die Karte immer am Handy mit dabei.

Beim Eintritt wurden wir gefragt, ob wir beim Suchspiel mitmachen wollen. Aber klar! Man bekommt einen „Fahrschein“, den man bei verschiedenen Stationen zwicken muss. Wenn man den Fahrschein vollständig gezwickt hat, bekommt man bei der Kassa eine Belohnung.
Außerdem gibt es noch eine Rätselrallye, die ähnlich aufgebaut ist wie das Suchspiel. Hier müssen aber einige Fragen richtig beantwortet werden und dazu ist Bubi noch zu klein.

Das Museum besteht aus zwei großen Hallen mit insgesamt 18 Mitmachstationen. Außerdem gibt es gegenüber vom Eingang ein kleines Gebäude mit Schließfächern, falls man, so wie ich, seine Tasche oder Rucksack nicht schleppen möchte.
Wir beginnen unseren Rundgang in Halle 1, in der schon die alten Busse und Straßenbahnen auf uns warten. Es war toll, die historischen Straßenbahnen zu sehen, aber auch die ausgedienten Bims, mit denen ich noch zur Uni getuckert bin.
Für die Oma gab es auch ein Wiedersehen, nämlich mit dem alten 13A Stockbus, mit dem sie früher zur Schule fuhr. Für mich war es interessant zu erfahren, dass es in Wien mal solche Busse gab, sie haben doch ein sehr englisches Flair.

Auch für die Kleinen gibt es viele interessante Mitmachstationen. Selber mal Schaffner in einer alten Bim spielen und Weichen stellen, an der Kurbel drehen und die Glocke mit dem alten Lederriemen läuten. Oder eine Holzstraßenbahn bauen (Bubi wollte hier überhaupt nicht mehr weg).


Lustig war auch der ausrangierte Silberpfeil, den ich noch gut in Erinnerung habe. Hier kann man auch einsteigen und ein bisschen in Nostalgie schwelgen.
Für die Kinder ist die alte U-Bahn ein besonderer Spaß, denn die Fahrerkabine ist geöffnet und hier kann man nach Herzenslust spielen.


Ein Highlight ist sicherlich der U-Bahn Simulator, bei dem man am Fahrersitz einer U-Bahn Platz nehmen und virtuell eine U-Bahn lenken kann. Und ich muss sagen, es ist gar nicht so einfach! Man muss zwar nur Gas geben und bremsen, es erfordert aber ein gewisses Fingerspitzengefühl, auch die richtige Geschwindigkeit zu halten. Und Bubi auf dem Schoß hat das Ganze nicht leichter gemacht, den er wollte klarerweise nur Gas geben.
Es gibt außerdem noch einen zweiten Simulator, bei dem man mit einem Bus fahren kann.
Zum Schluss gab es dann noch eine schöne Überraschung: ein Sonderzug kam von einer Fahrt zurück. Hier konnte man auch beobachten, wie der Fahrer ausgestiegen und selbst die Weichen gestellt hat, um dann schließlich in die Halle zu fahren.

Insgesamt haben wir ca. 1 Stunde im Museum verbracht. Den gezwickten Fahrschein vom Suchspiel haben wir bei der Kassa abgegeben und dafür durfte Bubi sich einen Papierbus oder einen Papierzug zum Zusammenfalten aussuchen.