13
Okt.
2022

Gruselige Gräber mit Schokopudding

Halloween is coming! Die gruseligste Zeit des Jahres ist längst angebrochen.

Viele Halloween Begeistere fiebern dieser schaurigen Nacht entgegen, in der Hexen, Geister, Feen und andere Wesen von Haus zu Haus ziehen. Die Häuser werden schon fleißig dekoriert, Fratzen werden in Kürbisse geschnitzt und gruselige Filme zur Einstimmung geschaut. 

Für dieses Halloween habe ich mich für ein Thema entschieden, das mich schon lange interessiert – Dia de los Muertos. Dieses mexikanische Fest, der Tag der Toten, hat mich schon immer fasziniert. Streng genommen ist es keine Trauerveranstaltung, sondern eine Feier zu Ehren der Toten, bei der die ganze Familie zusammenkommt und der Toten gedenkt. 

Für meine kleine Halloweenfeier habe ich überlegt, wie ich diese Idee kulinarisch umsetzten kann. Ich habe gelesen, dass der Abschluss von Dia de los Muertos  traditionell auf dem Friedhof stattfindet. Man bringt Speisen mit, die bei den Gräbern gegessen werden und es wird getanzt und gesungen. 

So kam ich auf die Idee von kleinen Gräbern aus Pudding. Die Zubereitung ist im Prinzip ganz einfach und auch nicht so zeitaufwändig. Es kann aber immer sein, dass etwas schief geht…das ist mir passiert. Aber lest selbst.

Für die gruseligen Gräber mit Schokopudding braucht ihr:

  • 2 Packungen Puddingpulver mit Schokogeschmack
  • 60g Zucker
  • 1 Liter Milch
  • Kekse
  • Zuckerschrift in schwarz
  • übrig gebliebenen Schokokuchen
  • ein paar Gänseblümchen 
  • kleine Gläser

Schritt 1:

Aus der Milch und dem Puddingpulver bereitet man den Pudding laut der Packungsbeilage zu. An sich sollte das nicht schwierig sein. Ich habe die Milch mit dem Zucker erhitzt und einen Teil der kalten Milch mit dem Pulver glatt gerührt. Als die Milch kochte, habe ich den Topf vom Kochfeld genommen und die Milch/Pulver Mischung untergerührt. Und da ist etwas schief gelaufen. Es hat nämlich sofort kleine Brocken im Pudding gegeben, was nicht nur unschön aussieht, sondern auch beim Essen störend ist. 

Ich habe kurz überlegt und dann ist mir die Idee gekommen, den Pudding durch ein Sieb zu streichen. Das hat auch gut funktioniert. Den Pudding habe ich dann in die Gläser abgefüllt. Leider habe ich mich mit der Menge etwas verschätzt, es haben sich nämlich nur fünf oder sechs Gläser befüllen lassen. Ich hatte aber acht große und vier kleine Gläser, die für vier Erwachsene und fünf Kinder gedacht waren. 

Glücklicherweise hatte ich noch einen Liter Milch und nochmal zwei Packungen Puddingpulver zu Hause und ich habe gleich nochmal losgelegt. Dieses Mal habe ich das Pulver und die Milch ganz sorgfältig gerührt, damit ja keine Brocken entstehen. Die Milch kochte, ich rührte das Milch/Pulver Gemisch ein und…ja, schon wieder Brocken! Ich weiß ehrlich gesagt nicht, woran das gescheitert ist. Ich habe nochmal das Sieb hergenommen und das Problem damit gelöst, ich bin aber ordentlich ins Schwitzen gekommen. Daher folgender

TIPP: Wenn ihr ähnliches Talent beim Puddingkochen habt, könnt ihr euch Zeit und Ärger ersparen und einfach fertigen Schokopudding kaufen. 

Schritt 2:

So, der Pudding war endlich in den Gläsern und ich habe ihn dann zum Abkühlen in den Kühlschrank gestellt. 

Für die „Grabsteine“ habe ich einfach Kekse genommen. Ich kann leider gar nicht sagen, welche Kekse das waren und daher keine Empfehlung aussprechen. Meine Freundin hatte sie bei unserem Städtetrip in Riga gekauft und sie haben ihr nicht so gut geschmeckt. Mir auch nicht, sie erinnerten vom Geschmack her an Spekulatius Kekse, die ich nicht sonderlich mag. Bevor meine Freundin die Schachtel aber entsorgte, fiel mir auf, dass sich die Kekse ziemlich gut als „Grabsteine“ eignen würden. Es waren nämlich ganz einfache Kekse, ohne Füllung und auch von der Farbe her passten sie perfekt. Eine ungeöffnete Packung ist daher mit zurück nach Österreich geflogen.  

Die Grabsteine habe ich dann einfach mit einer schwarzen Zuckerschrift verziert und „RIP“ drauf geschrieben. Die Zuckerschrift habe ich fertig gekauft und vor der Verwendung noch etwas durchgeknetet. Die Aufschrift war nicht so schwierig, die ersten Kekse waren aber noch etwas verwackelt. Bei den letzten drei Keksen ist mir aufgefallen, dass ich mir das Ganze vielleicht unnötig schwer gemacht hatte, denn 

TIPP: Statt „RIP“ könnt ihr auch einfach ein Kreuz aufmalen, das geht schnell und sieht auch schön aus.

Die Schrift braucht dann etwas Zeit zum Austrocknen.

Schritt 3: 

Die „Graberde“ habe ich aus übrig gebliebenen Cupcakes gemacht. Als zweites Dessert hatte ich nämlich Catrina-Cupcakes gemacht, von denen ich nicht alle benötigt habe. 

TIPP: Falls ihr keine Kuchenreste zur Hand habt, könnt ihr auch einfach Schokokekse verwenden.

Die Kuchenreste habe ich dann über den Pudding gebröselt und erst danach die „Grabsteine“ eingesetzt. Es könnte sonst nämlich passieren, dass Kuchenreste auf der Zuckerschrift kleben bleiben. 

Schritt 4:

Zum Abschluss habe ich Gänseblümchen aus dem Garten gesammelt und dabei darauf geachtet, dass die Blüten geöffnet sind. Ich habe dann einfach die Stiele mit einer Schere entfernt und auf die „Gräber“ gelegt. Die Blümchen könnte man theoretisch mitessen, wir haben sie aber vor dem Verzehr entfernt.

So kann man in wenigen Schritten – sofern sich keine Zwischenfälle ergeben – ein gruseliges und leckeres Dessert zaubern.

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