27
Aug.
2023

Ein gemütlicher Tag am Ottensteiner Stausee

Unser drittes Ziel auf unserem Kurzurlaub im Waldviertel: der Ottensteiner Stausee.

Gleich am ersten Tag unseres Kurztrips haben wir uns ja die Kittenberger Erlebnisgärten und die Modellbahnwelt in Schiltern angesehen. Nun war es Nachmittag und aufgrund der Hitze waren wir uns einig, dass wir etwas Abkühlung brauchten. Wir haben ins deshalb spontan entschlossen, mit den Kindern zum Ottensteiner Stausee zu fahren. Er befindet nur ca. 30 Minuten von Schiltern entfernt und lag auch auf dem Weg zu unserer Unterkunft in Langschlag.

Der Ottensteiner Stausee ist der obere und neben dem Dobra Stausee und dem Thurnberger Stausee der größte der drei Kampstauseen. Das Wasser des Kamp wird hier auf rund 4,5 km² aufgestaut.

Da wir auch Boot fahren wollten, sind wir nach Peygarten-Ottenstein gefahren, denn hier kann man Boote ausleihen. 

TIPP: In Peygarten-Ottenstein gibt es beim Seerestaurant einen großen, gebührenfreien Parkplatz.

Man geht dann ein paar Meter bergab und kommt zum Seerestaurant, wo es auch einen Bootsverleih gibt. Wir haben uns entschlossen, hier noch zu essen. Das Essen war auch gut, aber eben nicht ganz billig. Dafür haben wir eine wunderschöne Aussicht auf die gegenüberliegende Ruine Lichtenfels genossen. 

Der Stausee ist wunderschön, umgeben von Wald und viel Grün und macht so einen sehr idyllischen Eindruck. Die Ufer sind teilweise von schroffen Gesteinsformationen gesäumt.

TIPP: Man kann hier nicht nur Boot fahren und Baden, am See führen auch Wander- und Radwege entlang.

Ein Strandbad oder ähnliches gibt es hier aber nicht. Man sucht sich einfach am Ufer ein Plätzchen und geht von dort ins Wasser. Das Baden ist gratis. 

Nach dem Essen haben wir uns ein Elektroboot mit ausklappbarem Dach gemietet. Die Stunde kostet € 18,00. Für die Sportlichen unter euch gibt’s aber auch Tretboote. 

TIPP: Für die Kinder können Schwimmwesten gratis ausgeliehen werden. 

Eigentlich hatten wir ja geplant, mit dem Boot einfach irgendwo anzulegen und dann ins Wasser zu hüpfen. Es wurde uns aber gesagt, dass das verboten ist und wir rund 50m Abstand zum Ufer halten müssten.

Wir sind Richtung Süden geschippert, ohne eigentliches Ziel. Ich hätte mir aber vorher einen Plan vom Stausee ansehen sollen. Er ist nämlich kein normaler See, sondern erinnert mit seinen verzweigten Seearmen viel mehr einem skandinavischen Fjord. Ich hatte eher einen „klassischen“ See mit einer überschaubaren Fläche erwartet. Der Ottensteiner Stausee reicht durch seine verzweigten Arme aber teilweise bis Zwettl. 

Weil man aber so keinen richtigen Überblick hat, haben wir uns sogar hier verfahren. Wir sind nämlich in einer Sackgasse gelandet, denn der Seearm wurde irgendwann ein Bach und war zu schmal und nicht tief genug für unser Boot. Das Problem war aber schnell gelöst: ich bin ausgestiegen, ins knietiefe Wasser, auf sehr schlammigen Grund, habe das Boot per Hand gewendet und weiter ging die Fahrt. 

Hier ein kleine Überblick über den See und unserer Route (rote Linie): 

Wir sind also einfach mit dem Boot über den See getuckert. Den Kindern hat es am allermeisten gefallen und sie hatten so viel Spaß.

Jedes Kind durfte sich dann (natürlich unter Aufsicht) auch hinters Steuer setzen. Die Boote sind übrigens sehr langsam, man kommt also nicht so schnell vorwärts.

Insgesamt waren wir dann doch 1 1/2 Stunden unterwegs und wir hatten dann keine Zeit mehr zum Baden. Wir wollten uns dann nur noch die Staumauer ansehen und anschließend in unsere Unterkunft fahren. 

TIPP: Vom Parkplatz ist die Staumauer in wenigen Minuten zu Fuß erreichbar. Der Weg ist aber steil!

Ich war vorher noch nie auf einer Staumauer und fand es richtig beeindruckend. Auf der einen Seite war der ruhige See mit der abendlichen Sonne, auf der anderen Seite ging’s fast 70m in die Tiefe mit Blick auf das Elektrizitätswerk. 

Unser Ausflug zum Ottensteiner Stausee war genau die richtige Idee, um diesen schönen ersten Tag unseres Kurzurlaubs ausklingen zu lassen. Vor allem für die Kinder war die Bootsfahrt ein richtig tolles Erlebnis.

Lieb Grüße
Diana

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