16
Aug.
2022

Unsere erste Bergtour auf die Rax mit Bubi

OK, Bergtour ist jetzt vielleicht zu hoch gegriffen. Aber da Bubi bei unserem Familienurlaub am Millstätter See so brav alle Touren und Ausflüge mitgemacht hat (den Beitrag dazu gibt´s hier), haben wir uns gedacht, wir trauen uns jetzt hoch hinauf auf einen Berg. Gut, dass die Rax quasi vor unserer Nase liegt.

Hier erfahrt ihr nicht nur, was wir erlebt haben und wie es Bubi gefallen hat, sondern auch gute Tipps für euren Ausflug auf die Rax.

Wir haben uns entschieden, auf die Rax zu fahren, weil sie einerseits in der Nähe liegt, andererseits gibt es familienfreundliche Strecken auf dem Hochplateau. Noch dazu gibt es eine Seilbahn, man kann also ganz gemütlich nach oben fahren. Und mit unserer Niederösterreich-Card ist die Fahrt gratis. 

TIPP: Ich habe die Tickets vorab online reserviert. Das war ganz einfach und man kann auch gleich die Zeiten für die Berg- und Talfahrt wählen. Wenn ihr die Niederösterreich-Card habt, gebt ihr einfach die Kartennummer ein. Ihr bekommt dann ein E-Mail über die Reservierung mit einem Strichcode. Bei der Talstation könnt ihr dann den Code scannen und euch das Ticket ausdrucken. Ein sehr freundlicher Mitarbeiter hat uns dabei geholfen. 

Die Talstation liegt gleich in Hirschwand am Eingang zum Höllental. Umliegend gibt es einige Parkplätze, es empfiehlt sich aber, in der Früh zu kommen, da es sonst knapp werden kann mit den Parkplätzen. 

TIPP: Ich habe gesehen, dass es Familienparkplätze gibt. Dazu fahrt ihr bis ganz nach oben, von dort sind es nur ein paar Schritte zur Talstation. 

Wir waren ein bisschen früher dort, um die Tickets abzuholen und konnten in der Wartezeit die Gondeln beobachten. Für Bubi war das ganz faszinierend und auch für mich war es sehr beeindruckend, wenn die Gondeln über den Kopf hinaufschweben. 

Wir sind gegen 9 Uhr Früh nach oben gefahren und als wir an der Reihe waren, war mir kurz etwas mulmig, wie Bubi auf die Fahrt reagieren würde. Die Fahrt dauert zwar nur acht Minuten, die können aber lang sein, falls Bubi weint. Er war aber ganz ruhig und interessiert. Dazu kam, dass neben uns eine andere Familie mit einem Kind in Bubis Alter gestanden ist und Bubi so auch ein wenig abgelenkt war. 

Ausblick von der Bergstation

Oben angekommen, haben wir gleich die grandiose Aussicht genossen. Man hat einen tollen Blick von Reichenau bis zum Leithagebirge und zum Neusiedlersee.

Von der Bergstation haben wir unsere Tour mit Ziel Ottohaus gestartet.

Wir waren ohne Bubi schon öfters auf der Rax und sind meist bis zur Seehütte und retour gegangen. Wir waren hier immer einen halben Tag unterwegs, aber für Bubi ist diese Strecke einfach zu weit. Wir dachten also, für den Anfang ist der Weg bis zum Ottohaus perfekt. 

TIPP: Wenn euer Kind – anders als unser Bubi – keinen Anfall kriegt, wenn es in einer Rückentrage sitzt, könnt ihr euch eine Rückentrage bei der Berg- oder Talstation gegen ein kleines Entgelt ausborgen. So sind sicherlich auch längere Touren schaffbar. 

Noch ein TIPP: Der Weg zum Ottohaus ist recht steinig und mit einem normalen Kinderwagen nicht zu bewältigen. Ich würde hier auf einen geländegängigen Kinderwagen setzen und es sind uns solche auch begegnet. 

Die Wegzeit zum Ottohaus von der Bergstation wird mit ca. 30 Minuten veranschlagt. Ich sag´s gleich, mit Bubi hat das länger gedauert…

Kurz nach der Bergstation geht es etwas steiler bergauf und genauso tief war das plötzlich einsetzende Motivationstief von Bubi. Er hat uns mitgeteilt, dass er leider nicht mehr gehen kann, Hunger hat und eine Pause braucht. Wir haben daher am Wegesrand kurz Rast gemacht und Bubi hat sich gestärkt.

Für uns war es nicht so schlimm, wir haben inzwischen den tollen Ausblick auf den großen Bruder der Rax, den Schneeberg genossen. Wir konnten das Klosterwappen mit Wetterstation und die Kaiserin Elisabeth Kapelle sehr gut erkennen.

Anschließend ging es weiter, vorbei an den für die Rax so typischen Latschen und schon bald war das Ottohaus in der Ferne erkennbar. Am Wegesrand ist uns dann noch ein Schmetterling (ich glaube, ein Nachtpfauenauge) begegnet, den Bubi ganz interessiert beobachtet hat. 

Beim sogenannten Praterstern, also der Kreuzung vor dem Ottohaus, haben wir rechterhand ganz viele Edelweiß entdeckt. Überhaupt ist die Natur hier oben sehr beeindruckend und bunt, es blühen sehr viele Blumen.

TIPP: Wenn ihr euch für die Pflanzenwelt auf der Rax interessiert, ist der Alpengarten das Richtige für euch. Er liegt auf dem Weg zwischen Bergstation und Ottohaus, der Weg ist gut beschildert und der Zutritt kostenlos. 

Kurz vor Erreichen unseres Ziels noch einmal ein Einbruch von Bubi. Hier habe ich die Geheimwaffe gezückt, nämlich Süßes. Wir haben dann die letzten Schritte zum Ottohaus geschafft und uns hier einen schattigen Platz für eine Pause gesucht.

Der Ausblick war richtig toll, man sieht über die Rax bis zur Rückseite des Schneebergs. Schön ist auch der Blick von der Aussichtsplattform gleich beim Ottohaus. Hier kann man den Blick wieder in die Ferne schweifen lassen. 

Nachdem wir unsere Batterien wieder aufgeladen hatten, haben wir den Rückweg angetreten. Aber schon nach 100m hat uns Bubi erklärt, dass er noch hungrig sei (auch, wenn er gerade eine Jause hatte) und nicht gehen könne. Es war dann schon etwas schwierig, ihn zu motivieren und das Naschzeug war auch schon aufgebraucht. Schließlich haben wir es – wieder mit einer Zwischenpause – zur Bergstation geschafft. 

Wir hatten das Ticket für die Talfahrt zwar erst für später gebucht, wir konnten aber trotzdem problemlos gleich in die nächste Gondel einsteigen. Bei der Talfahrt war Bubi nicht mehr so entspannt wie bei der Fahrt hinauf. Bei jedem der Stützmasten hat die Gondel gewackelt und das war Bubi nicht geheuer. 

Anstatt 30 Minuten pro Strecke haben wir eine Stunde gebraucht. Insgesamt waren wir ca. drei Stunden unterwegs. 

Ein gemütlicher Ausflug mit Bubi ist es leider nicht geworden. Aber ich habe mich trotzdem gefreut, wieder mal auf die Rax zu kommen und versucht, die einmalige Natur zu genießen. Ich glaube auch, dass es für Bubi ein spannendes Erlebnis war. 

Auf dem Heimweg sind wir in Payerbach noch in ein Café eingekehrt und haben uns mit einer guten Mehlspeise bzw. mit einem leckeren Eis belohnt. 

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